Durch einige Erzählungen habe ich schon von der Turracher Höhe gehört und immer kam darin der Pistenbutler vor. Deshalb war es an der Zeit, den Weg in die Nockberge Region anzutreten, um das Skigebiet an der Grenze zwischen Kärnten und Steiermark auszuprobieren. Für mich war schnell klar: Viel schöner kann ein Skigebiet kaum liegen. Auf dem zugefrorenen See starte ich meinen Skitag.

Skifahren auf der Turracher Höhe

Doch bevor wir so richtig durchstarte, werfe ich einen Blick auf den Pistenplan. Das Gebiet erstreckt sich über eine Höhenlage von 1400m bis 2205m und ist damit auch als Nicht-Gletscherskigebiet sehr schneesicher. Die Lifte haben hier sogar vereinzelt bis Anfang Mai geöffnet. Die modernen Liftanlagen erstrecken sich rund um den See auf der Turracher Höhe, der auch ein Teil des Gebietes ist.

Pisten42 km
Höchster Punkt2205m
Liftanlagen15
HighlightPistenbutler
PistentippEisenhut

Ein Seetaxi bringt dich im Winter über den zugefrorenen See. Der Großteil der Pisten ist rot ausgeschrieben; danach kommen die blauen und dann die sportlichen, schwarzen Abfahrten. 

Goldener Start des Skitages

Mein Skierlebnis startet früh morgens an der Panoramabahn, wo ich gemeinsam mit dem Pistenbutler eine Schneeschuh-Wanderung (Morgenstund Trilogie) zum Sonnenaufgang gehe. Das Frühstück oben am Berg erwartet uns. Frisch gebrühter Kaffee und leckerer Käse begleiten uns genauso, wie die ersten Sonnenstrahlen des Tages.

Unser Skiequipment hat der Pistenbutler mit der Gondelbahn hinauf transportieren lassen, sodass es jetzt richtig los gehen kann: Was für ein Service! Es wird aber nicht das einzige Mal bleiben, dass ich den Butler treffe, deswegen mache ich mich jetzt auf die Skipisten.

Imposante Aussicht am Kornock

Der beliebteste Skilift des Gebiets – die Kornockbahn – befördert mich zum höchsten Punkt auf 2205m. Von dort aus erstreckt sich eine ungeahnte Aussicht: Du kannst die Nockberge genauso wie die Karawanken erblicken. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis nach Italien und Slowenien.

Pure Begeisterung macht sich in meiner Gruppe breit. Alle freuen sich auf die Pisten, die jetzt am Kornock auf uns warten. Eines ist aber auch klar: Wir sind hier vormittags nicht die Einzigen, die diesen Weg einschlagen. Deshalb ein Tipp: Wenn du antizyklisch fahren möchtest, bewegst du dich vormittags direkt in Richtung Turrachbahn, zu der wir erst später fahren.

Instatipp: An der Bergstation der Kornockbahn bietet sich ein aussichtsreicher Fotopunkt. Fange bei gutem Wetter die Karawanken oder die Nockberge ein.

Der Funmountain wartet auf mich

Die Pisten sind perfekt präpariert und griffig: Zeit, dass ich meine Kanten richtig glühen lassen. Mir gefällt insbesondere die Piste Pauli gut, die auch gemütlich gefahren werden kann. Immer im Blick ist dabei der See, der sich majestätisch im Tal erstreckt und von der Sonne angestrahlt wird.

Nachdem ich einige Skipisten gefahren bin, wage ich mich in eine der längsten Funslopes der Welt: 1,5km lang ist diese Erlebnisstrecke. Es geht über Hügel, durch Tunnel und entlang einer Rennstrecke. Das ist ein besonderes Erlebnis – nicht nur für Kids. Die Turracher Höhe bietet einige dieser Funstrecken, die eine tolle Abwechslung neben dem Skitag darstellen.

Mittagessen mit Spezialitäten aus den Nockbergen

Irgendwann habe ich Hunger. Insbesondere nach diesen ganzen Pistenkilometern und den Sprüngen, die wir in der Funslope hingelegt haben. Ich mache mich schlau und finde über 11 ausgeschriebene Hütten im Pistenplan. Die Auswahl ist vielfältig: Von kleinen Snacks bis hin zu Haubenküche in Hotels. Wir entscheiden uns für die goldene Mitte und wählen eine Alm, die uns ein Local empfohlen hat. Die Spezialitäten der Region werden hier ganz deutlich. Fleisch von Rindern der Nockberge oder auch Speisen mit leckerem steirischen Kürbiskern-Öl. Da läuft mir auch jetzt noch das Wasser im Mund zusammen. Köstlich.

Sportliche Pisten an der Turrachbahn

Nach dem Mittagessen wird es sportlich: Ich möchte die FIS Abfahrt und den Eisenhut erkunden. Zwei Abfahrten, die wohl sehr empfehlenswert sind – und das kann ich heute bestätigen. Mitten im Wald gelegen finden sich zwei breite, griffige Pisten, auf denen die Carving Liebhaber auf ihre Kosten kommen. Egal ob mit hoher Geschwindigkeit oder einfach genussvoll in langsamerem Tempo – bei den langen Pisten glühen die Oberschenkel. 

Das Pistenbutler Mobil

Wieder oben an der Bergstation angekommen sehe ich eine große Traube an Menschen, die sich austauscht und zusammensteht. Ich gehe näher heran und bestaune ein besonderes SkiDoo, dass sogar einen Mercedes Stern trägt. Die Aufschrift kommt mir bekannt vor: Pistenbutler der Turracher Höhe.

Nett werde ich gefragt, ob ich ein Glas Prosecco, Manner-Schnitten oder etwas anderes leckeres haben möchte. Den Alkohol lehne ich ab, aber zu den Süßigkeiten lasse ich mich verleiten. Ich bin nicht der einzige Gast, der hier beim Pistenbutler steht: Viele nutzen die Gelegenheit für eine kurze Rast, tauschen sich mit anderen Skifahrer/inne/n aus und haben eine gute Zeit. Das Rahmenprogramm des Pistenbutlers lohnt sich, insbesondere wenn du Gast eines Hotelbetriebs mit dem Programm bist.

Fazit

Ein langer und toller Skitag auf der Turracher Höhe geht zu Ende. Mit müden Beinen, aber lächelndem Gesicht ziehe ich mein Fazit. Durch den See, die Funstrecken und auch das Rahmenprogramm des Pistenbutlers eignet sich dieses Skigebiet im Besonderen für Familien. Hier kommen die verschiedenen Generationen voll auf ihre Kosten. Die Kids können sich bei der Größe des Gebiets auch schnell eigenständig bewegen. Wer sportlich ambitioniert ist, findet an der Turrachbahn sein Zuhause. Die Pisten dort laden zum ausgiebigen Carven ein. 

Besonders herausstellen möchte ich den Service und die vielen tollen Gespräche, die ich vor Ort genossen habe. Hier geht es nicht um „höher, schneller, weiter“, sondern um ein entspanntes und persönliches Erlebnis. Ich freue mich schon auf den nächsten Skiurlaub auf der Turracher Höhe.

Lage

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