Allein die Fahrt ins verschneite Ötztal ist für mich immer gewaltig: Enge Passagen durch Schluchten treffen auf weite Felder mit tollem Bergpanorama. Wenn ich dann den größten Skiort im Tal erreiche, wird mir klar, dass wieder ein aufregendes Skierlebnis vor mir liegt. Breite Pisten, moderne Lifte, schmackhafte Kulinarik. Auf geht’s in einen perfekten Skitag in Sölden.

Start der Skirunde

Das Skigebiet ist sehr weitläufig und teilt sich vor allem in drei große Sektoren auf: Giggijoch, Gaislachkogel und Gletscher. Es gibt in jedem der drei Sektoren viel zu entdecken und deswegen lohnt sich eine Skirunde ganz besonders. Aber eines steht fest: Du solltest ein sportlicher Fahrer sein, denn es stehen viele Pistenkilometer auf dem Plan. 

Pisten146km
Lifte31
Höchster Punkt3340m
PistentippRotes Kar
Skipasspreis56,00€

Als Startpunkt unseres Skitages wählen wir am frühen morgen – am besten als die Ersten des Tages –  die Giggijochbahn, die uns auf 2284m befördert. Unser ausgewähltes Ziel ist es, vor allen andern die tollen Pisten am Tiefenbach- und Rettenbachferner zu genießen. Über zwei weitere Sessellifte und eine Gondelfahrt gelanden wir an den Rettenbach Gletscher, wo auch jährlich die Worldcup Austragungen im Riesenslalom zum Opening stattfinden.

Dort nutzen wir die Gondel an der Schwarzen Schneid, die uns an einen der höchsten Punkte des Gebiets befördert. Ich sage dir: Die Aussicht dort oben ist gigantisch, wenn du einen tollen Tag erwischt. Auf über 3300m ist die Luft nun dünner und sicherlich auch kälter, sodass wir schnell zu unserer liebsten Tätigkeit übergehen: Dem Skifahren.

Skifahren am Tiefenbachgletscher

Vom ersten Aussichtspunkt der Big 3 Rallye an der Schwarzen Schneid fahren wir durch den Skitunnel zum Tiefenbachgletscher. Jetzt ist purer Pistengenuss angesagt: Weitläufige, wunderschöne blaue Abfahrten erwarten dich, die zum Carving einladen. Wir carven uns so richtig warm.

Instatipp: Die Big 3 Rallye führt dich zu den höchsten Punkten in Sölden und von dort aus ist die Aussicht gigantisch. Empfehlenswert ist die Aussichtsplattform mit Blick auf die Wildspitze.

Ein kleiner Geheimtipp ist der Schlepplift am Tiefenbachgletscher, denn im oberen Teil ist immer sehr wenig los – da lohnt sich auch die längere Schleppliftfahrt. Mit dem Sessellift E65 gelangen wir dann zurück in Richtung Tiefenbachferner und genauer gesagt zum sogenannten „Kühlschrank“. Diesen Namen trägt die Piste 33, da sie nahezu immer im Schatten liegt und die Schneeverhältnisse grandios sind. von hier aus fahren wir nocheinmal zur Gondelbahn Schwarze Schneid, um uns einer Herausforderung zu stellen. 

Die längste Abfahrt in Sölden

Jetzt geht’s los: Wir wollen mal so richtig unsere Oberschenkel aktivieren und unseren Skikolleg/inn/en zeigen, wer der oder die Sportlichste ist. Von der Bergstation der Schwarzen Schneid Gondelbahn begeben wir uns auf die längste Talabfahrt, die wir in Sölden erhalten können. Von knapp 3300m bis in den Ort Sölden auf 1364m verlieren wir also ca. 900hm – und das auch noch auf vielen schwarzen Pisten.

Wir starten über den FIS-Hang am Rettenbachgletscher, fahren am Stadion vorbei und lassen auf dem langen Ziehweg unsere Oberschenkel in der Abfahrtshocke glühen. Mit Schwung schaffst du dort einen großen Vorsprung gegenüber deiner Mitstreiter. Die blaue Piste 30 mündet dann in die schwarze oder rote 7. Dort eignet sich ein sportlicher Kurzschwung durch den Wald, der richtig Spaß macht. Über die blaue 9 gelangst du dann zur Talstation der Gaislachkogl-Bahn. Geschafft! Jetzt aber nichts wie auf zum Mittagessen.

Der urige oder luxuriöse Einkehrtipp

Zur Stärkung während des perfekten Skitags in Sölden kommt es auf deine Wahl an: Eher urig und traditionell oder doch edel und gehoben. Mit dem ersten Abschnitt der Gaislachkoglbahn fahren wir bis zur Mittelstation, an der du die Entscheidung triffst. Für den urigen Einkehrtipp fahren wir zur Gampe Thaya, und haben hierfür noch zwei Abfahrten und einen Lift vor uns. Sehr zu empfehlen ist diese urige Einkehr, da die verbundene Almwirtschaft Käse und verschiedene weitere Lebensmittel selbst erzeugt. Das Ambiente in den kleinen Hütten ist sehr einladend und bei Sonnenschein hat man auf der Terasse einen sehr schönen Blick in Richtung Timmelsjoch.

Diesen Blick hast du aber auch bei unserem zweiten Tipp: Dem IceQ auf 3058m an der Bergstation der Gaislachkogel Bahn II. Hierzu brauchst du keine Skipiste mehr fahren, sondern bist mit einer imposanten Gondelfahrt am Ziel. Einkehr wie Daniel Craig ist hier die Kür: Bei gehobener Küche im Glaspalast, der mit vielen Holzelementen auch sehr stilvoll ist, lässt sich hier der Mittagstisch genießen. Die Preise sind modän, das Essen aber auch sehr gut. Für wirkliche James Bond Fans gibt es direkt angebunden auch eine Cinematic Installation, die sich lohnt. 


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Die steilste Piste Söldens

Egal für welche Verpflegung du dich entschieden hast (wir wählen manchmal einfach nur Energieriegel und fahren weiter), der nächste Startpunkt ist die Bergstation der Gaislachkogel Bahn II. Von dort aus fahren wir über die rote Piste 1 zum steilsten Pistenabschnitt, den es im Skigebiet Sölden gibt.

Die schwarze Piste 1b namens Rotes Kar wartet auf uns. Bei über 70% Gefälle ist sportliches Fahrkönnen gefragt. Aber Achtung: Hier schauen auch häufiger Steine aus dem Schnee, da sich selbst der Schnee hier nicht gut halten kann. Nach diesem Adrenalinkick geht es für uns über die rote Piste 5 zum dem Sesselift, der uns aufs Rotkogljoch befördert. Die rote 12 lädt dann nochmal richtig zum Carven ein: Kuppiertes Gelände kannst du hier perfekt nutzen, um mal richtig sportliche Kurven in den Schnee zu ziehen.

Après Ski in Gemütlich

Am Giggijoch hast du dann die Entscheidung: Nochmal richtig auspowern und viele Pistenkilometer dort auf den breiten und vielfältigen Abfahrten einsammeln, oder die Talabfahrten nutzen um an unserem Tipp 3 zum gemütlichen Après Ski einzukehren. Natürlich geht es in Sölden auch in Sachen Après Ski heiß her, jedoch sind wir hier eher weniger die Fans der großen Partys, sondern wollen den Tag in tollem Ambiente gemütlich ausklingen lassen. Schön an der Talabfahrt Nummer 21 & 22 gelegen ist die Panormaalm in Grünwald. 

Fazit

Für den perfekten Skitag in Sölden braucht es nicht viel, nur die richtige Skirunde. So umgehst du den Trubel und hast die perfekten Hütten ausgewählt. Die Abwechslung macht dieses Skigebiet im Ötztal so besonders: Vom Skifahren auf dem Gletscher bis hin zu Talabfahrten durch den Wald. Von Pistenautobahnen bis hin zu Freeride-Feldern direkt neben der Piste. Hier ist für jeden etwas dabei. Der Skitag war anstrengend. Jetzt heißt es: Füße hochlegen und die Sauna besuchen. 

Lage

Praktische Links

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