Ein Skigebiet zu finden, dass nicht allzu überlaufen und gut an den Verkehr angebunden ist, kann manchmal gar nicht so einfach sein. Wenn dann noch die Optionen zum Freeriden verbunden mit einem Familienurlaub gesucht werden, wird die Auswahl ziemlich klein. In der schönen Gegend der Steiermark werfe ich einen Blick auf den Skiberg Hauser Kaibling.

Lohnt sich das Skifahren am Hauser Kaibling?

Der Hauser Kaibling ist mit 2015 Metern der höchste Berg der Vier-Berge-Skischaukel im Ennstal. Er verfügt über 7 Sessel-, einer Gondel-, sowie über eine Pendelseilbahn, außerdem sind noch zwei Schlepplifte vorhanden. An diesem Skiberg findet man 8 blaue, 6 rote und zwei schwarze Pisten, wobei alle der Pisten maschinell mit Kompaktschnee aus Schneeerzeugern beschneibar sind.

Pisten123 km
Liftanlagen46
Höchster Punkt2015m
Tagesskipass55,00€
HighlightFunslope

Wenn du die Anbindung an die Skiberge Planai, Hochwurzen und Reiteralm nutzt, stehen dir insgesamt 123km präparierte Pisten und 44 Seilbahnanlagen zur Verfügung – eine ganz schön gewaltige Anzahl! Gut zu wissen ist außerdem, dass der Hauser Kaibling Mitglied im Ski Amadé Skiverbund ist und somit auch die Saisonkarten aus diesem Verbund am Hauser Kaibling zählen. Eine Tageskarte für einen Erwachsenen kostet derzeit 55 Euro.

XXL Funslope – Spaß nicht nur für Kids

Ein Highlight am Hauser Kaibling, besonders für Kinder und Jugendliche, ist die XXL Funslope, die sich an der Piste Nr. 8 auf der Kaiblingalm befindet. Mit einem modernen 6er-Sessellift gelangst du direkt zum Start der 1,4km langen Strecke, die sich durch mehrere Steilkurven, Schikanen und zwei Tunnel den Hang hinunterschlängelt. Aber Vorsicht! – Wer zu schnell unterwegs ist wird zwischendrin vom Slope Cop geblitzt. In meinen Augen stellt die Funslope eine Besonderheit im Skigebiet dar, da dort nicht nur Kinder auf ihre Kosten kommen.

Freeride pur: Zahlreiche Geländeabfahrten

Für alle sportlichen Fahrer, die sich gut im freien Skiraum bewegen können und auch dementsprechend Erfahrung mit dem Thema Lawine haben, sind die zahlreichen Abfahrtsmöglichkeiten neben den Pisten definitiv einen Besuch wert. Auf der Kaiblingalm findet man nicht nur die Funslope, sondern auch eine große Auswahl an leichten Abfahrtsmöglichkeiten, die oftmals durch flache, breite Rinnen und Mulden führen. Insgesamt ist das Gelände nie wirklich steil und eher kupiert – perfekt also für die ersten Erfahrungen im Gelände.

Schon etwas steiler geht es auf dem Westhang des Gipfels zu. Hier hat man die Möglichkeit durch einen lichten Bergwald über mäßig steiles bis steiles Gelände zur Kaiblingalm abzufahren. Am Osthang findet das Freeriderherz bei passenden Bedingungen alles, was es begehrt. Über teils sehr steile bis extrem steile Hänge geht es durch mehrere breite Rinnen schwungvoll ins Tal. Auch bei großem Andrang an einem Powdertag findet man hier sicher noch einen unverspurten Run.

Mag man es noch extremer ist man auch mal schnell auf der Bärfallspitze oder dem Krahbergzinken, Tourenski natürlich vorausgesetzt. Aber Achtung: Alle diese Abfahrten führen durch den freien Skiraum, in dem Lawinen abgehen können. Bitte denkt an eure Sicherheit und an die anderer und nehmt die nötige Notfallausrüstung mit.

Fazit

Für mich stellt der Hauser Kaibling den perfekten Skiberg für einen Familienurlaub dar, was sich zunächst einmal an der großen Variabilität an Pisten und Liftanlagen zeigt. Gerade durch dies Unterschiedlichkeit verteilen sich die Skifahrer sehr gut, sodass man nie wirklich lange an einem Lift anstehen muss.

Aufgrund der vielen verschieden schwierigen Pisten kommt jeder auf seine vollen Kosten. Egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi. Zudem hat man mit der Verbindung der drei anderen großen Skibergen im Ennstal eine noch größere Auswahl zur Verfügung. Ein besonderes Highlight für Kinder ist auf jeden Fall die Funslope, die auch Erwachsenen sichtlich Spaß macht. Nicht zuletzt darf man natürlich die große Variabilität an Freeride-Abfahrten nicht vergessen, die gerade bei frischem Neuschnee locken.

Lage

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