Irgendein Witzbold wird jetzt sicher sagen: Ja, wenn Schnee liegt. Völlig richtig, aber das muss ja nicht bedeuten, dass es den gesamten Winter gut geht. Zudem gibt es auch Skigebiete, die das ganze Jahr über in Betrieb sind, bereits im Herbst und noch bis weit in den Frühling bis Ostern geöffnet haben. Wir zeigen die Vorteile und Nachteile zu den wichtigsten Reisezeiten.

Wann ist die beste Zeit zum Skifahren?

Zu warm, zu kalt, zu nasser Schnee, gar kein Schnee. Skifahrern kann es die Natur sowieso im Allgemeinen nur sehr schwer recht machen.

Im Frühling frieren sich Skifahrer zwar im Lift nicht den Hintern ab, aber die Schneemengen sind auch nicht mit dem Winter vergleichbar. Im Winter kann es aber wiederum passieren, dass so viel Schnee fällt, dass Skipisten geschlossen werden, weil im Schneesturm keiner mehr die Hand vor Augen sieht.

Im Herbst ist auch schon Skifahren möglich, allerdings sind meist nur die Gletscher geöffnet.

Herbst: Lohnt sich ein Skiurlaub bereits?

Einige Skigebiete starten ihren Betrieb schon im September oder spätestens im Oktober, besonders, wenn Gletscher zum Areal gehören. Skifahrer haben so die Möglichkeit, noch viele warme Sonnenstunde auszunutzen, können aber gleichzeitig schon Skifahren.

Hier empfiehlt es sich, früh am Morgen schon auf der Skipiste zu sein, weil sonst die Kraft der Sonne im Laufe des Tages vieles wegschmelzen kann und dadurch wird das Fahren sicher nicht einfacher.

Ein Vorteil: Die Preise für Unterkünfte und Skipässe sind oft günstiger. Nachteil ist aber, dass nicht immer alle Lifte und Pisten im Skigebiet geöffnet haben.

Weihnachten: Liegt wirklich genug Schnee?

Der Skiort ist wunderschön geschmückt, es herrscht eine festliche Stimmung und es gibt Weihnachtsmärkte. Das sind die Vorteile. Der große Nachteil: Jeder und sein Hund sind auf der Skipiste, weil einfach die ganze Welt gerade Weihnachtsferien hat.

Und weil Skigebiete ja auch durchaus geschäftstüchtig sind, werden die Preise während der Feiertage rein zufällig um knapp 100 Prozent erhöht.

Außerdem sind nicht alle Skiorte schneesicher. Weiße Weihnachten hat es in den letzten Jahren nur in Orten gegeben, die auf mindestens 1.400 m Höhe liegen. Dazu gehören zum Bespiel Obertauern, Hochgurgl, Damüls, Zürs am Arlberg oder das Kühtai.

Januar: Leere Pisten, viel Neuschnee

Geld sparen geht vor allem dann, wenn die Weihnachts- und Neujahrsskifahrer wieder abgefahren sind. Wer bis zum Tag der Heiligen Drei Könige warten kann, sollte das auch tun, denn danach wird es erheblich ruhiger auf den Skipisten – was sich auch auf die Schneequalität auswirkt. Es macht ja schon einen Unterschied, ob am Tag 1.000 Personen über eine präparierte Skipiste pflügen oder 10.000.

Da es im Januar oft auch noch richtig kalt werden kann, ist die Chance auf frischen Neuschnee auch entsprechend hoch. In den letzten Jahren ist immer um den Jahreswechsel herum der meisten Schnee in der gesamten Skisaison gefallen.

Ferienzeit: Ab Februar wird es voll in den Skigebieten

Hier gilt das Gleiche wie für Weihnachten. Weil Ferienzeiten Familien mit Kindern zwingen, zu bestimmten Zeiten zu reisen, ziehen die Preise in den Skigebieten entsprechend an.

Ebenso wird es voll und die Schlangen am Skilift verdreifachen sich gerne einmal. Deswegen sollten Skifahrer, die nicht unbedingt müssen, auch nicht in den Ferienzeiten fahren. Das reduziert die Chance auf lange Staus bei der Anfahrt und garantiert Ruhe in der Unterkunft sowie viel Platz auf der Skipiste.

Vorteil ist hingegen, dass spätestens jetzt alle Pisten und Lifte in Betrieb sind. Tipp: Auf ein Gletscher-Skigebiet ausweichen. Dort ist in der Hauptsaison in der Regel weniger los, weil die Anreise länger ist.

Frühling: Die vielleicht schönste Zeit zum Skifahren

Wer im Frühling Skifahren will, sollte das Gleiche beachten wie jemand, der im Herbst Skifahren will. Lieber in die höheren Lagen, weil da die Chance auf gute Schneeverhältnisse noch am größten ist.

Besonders gut geeignet sind Skigebiete mit Pisten ab 2.000 m Höhe. Außerdem gilt: Vormittags sind die Pistenverhältnisse top, am Nachmittag wird es sehr sulzig. Dann könnt ihr allerdings die warmen Sonnenstrahlen – im T-Shirt sitzend – auf der Sonnenterrasse genießen.

Zum Saisonende kann es auch viele finanzielle Vorteile geben, denn zahlreiche Unterkünfte versuchen, ihre Zimmer in den letzten Tagen noch voll zu bekommen und bieten entsprechend attraktive Angebote.

Außerdem finden in vielen Skiorten interessante Events und Konzerte statt, so zum Beispiel das „Top of the Mountain“-Konzert in Ischgl oder die „White Pearl Mountain Days“ in Saalbach.

Fazit

Die perfekte Zeit zum Skifahren existiert wohl nicht. Es ist auch schon vorgekommen, dass im Januar gar kein Schnee gefallen ist und Skifahrer auf der Skipiste vor grünem Gras standen.

Ab gewissen Temperaturen nützt nämlich auch die beste Schneekanone nichts mehr. Und dann wäre da ja auch noch die Sache mit dem Klimawandel. Als besonders schneesicher gelten Skigebiete ab einer Höhenlage von 1.500 Metern oder eben die Gletscher-Skigebiete.

Wer ein bisschen aufs Budget achten muss oder lieber etwas mehr Platz zum Carven auf der Skipiste möchte, der fährt außerhalb der Ferienzeiten.

Praktische Links

Ein Kommentar

Kommentar verfassen