Ich war schon einmal im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau zum Skifahren. Damals war es super nebelig und ich habe kaum die Hand vor Augen gesehen. Diesmal sagt der Wetterbericht absolutes Kaiserwetter voraus. Zeit, um mir das Skigebiet mal bei Sonnenschein anzuschauen.

Lohnt sich Skifahren im Ski Juwel?

Pistenkilometer:109 km
Tagesticket Erw.49 Euro
Nachtskilauf:ja
Höchster Punkt:2.025 m
Einkehrtipp:Böglalm

Die 109 Pistenkilometer des Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau verteilen sich auf insgesamt 4 Skiberge. Dabei sind in allen Teilen besonders familienfreundliche Abfahrten zu finden.

Zudem gibt es spezielle Angebote für die jungen Wintersportler. So warten Funslopes und Wellenbahnen. Es gibt einen Pistencop, der die Geschwindigkeiten der Nachwuchsskifahrer misst und der Lauser Sauser ist eine Ganzjahresrodelbahn, in der es auf Kufen rasant bergab geht.

Zudem wird im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau das Thema Kulinarik groß geschrieben. Am Pistenrand gibt es zahlreiche urige Einkehrmöglichkeiten mit traditionellen Tiroler Gerichten auf der Speisenkarte.

Instatipp: Fahr zum Schatzberg hinauf und erklimme die letzten paar Meter zum Gipfelkreuz zu Fuß. Das ist nicht weit und der Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen des Fotos, sondern auch der Aussicht wegen.

Anreise auch öffentlich möglich

Von München aus ist das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau in knapp 1,5 Stunden mit dem Auto erreichbar. Die Anreise ist auch mit Zug und Bus möglich.

Mit einem Umstieg in Wörgl dauert die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Auffach in Wildschönau zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Der Bus lässt euch dann sogar direkt an der Talstation der Schatzbergbahn raus.

Idyllischer Urlaubsort

Was mir bei der Ankunft in Auffach als erstes auffällt, ist der urige Ortskern. Es gibt viele Holzhäuser. Teilweise sind Ornamente in die hölzernen Balkone geschnitzt, oder Tür- und Fensterrähmen besonders verziert.

In Kombination mit dem Schnee auf den Dächern, den Eiszapfen vor den Fenstern und den Schneebergen am Straßenrand wirkt das richtig idyllisch. Ein österreichischer Urlaubsort, so wie man ihn sich vorstellt, geht es mir durch den Kopf.

Das Bild verfestigt sich, als wir mit der Seilbahn nach oben fahren. Die Holzhausarchitektur zieht sich durch. Nicht nur im Tal, auch am Berg. So sehen Hütten wie die Böglalm auch sehr alt und idyllisch aus. Im Inneren wartet eine hölzerne Gaststube mit rustikaler Feuerstelle. Dort gibt es übrigens sehr leckeren Kaiserschmarrn.

Panoramaaussicht im Morgenlicht

Wir starten früh morgens mit einer der ersten Bahnen in Richtung Schatzberg. Während der ersten Abfahrt kämpft sich die Sonne langsam über die umliegenden Berggipfel. Die Stimmung ist so schön.

Im Licht der aufgehenden Sonne fahre ich über die noch leere und noch frisch präparierte Piste. Die Abfahrt ist breit und ebenmäßig geneigt. Das lädt sogar mich zu längeren Schwüngen und einer schnelleren Fahrt ein. So sause ich über den griffigen Untergrund und lasse zu, dass sich ein Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitet. Was ein schönes Gefühl an diesem Morgen!

Dann geht’s nach ganz oben zum Gipfel des Schatzberg. Passend dazu steigt auch die Sonne immer höher und legt ein warmes Morgenlicht über die Bergwelt ringsum. Die Ski geschultert laufe ich die paar Meter zum Gipfelkreuz nach oben und lasse den Blick dann über die Kitzbüheler Alpen schweifen. Ich stehe mittendrin in den Bergen.

Auf der anderen Seite blicke ich in den Alpbachtaler Teil des Skigebiets. Dort liegt auch der höchste Punkt, der mit der Bergbahn erreichbar ist. Unterhalb des Wiedersberger Horns liegt auf 2.025 m die Horn Alm. Von dort aus könnt ihr auf die andere Seite in Richtung Zillertaler Alpen blicken. Da sieht man sogar den Achensee in der Ferne blau rausleuchten.

Fazit

Zum Skifahren war die Atmosphäre sehr angenehm. Ich war im Januar abseits der Ferienzeit unterwegs und habe die Bergwelt und die eine oder andere Piste teilweise ganz für mich alleine genießen können. Da kam richtig Urlaubsfeeling auf und ich habe so manche Abfahrt wirklich genießen können.

Auch die Aussicht hat mich überzeugt. Obwohl ich sonst ja eher ein Freund von hochalpinen Landschaften bin, hab ich im Ski Juwel bei bestem Wetter über die umliegende Berglandschaft gestaunt. So viele Gipfel gibt es zu erblicken.

Außerdem hab ich mich auf eine kulinarische Erkundungstour durch die Tiroler Küche begeben und mich in den verschiedenen Skihütten von Kaspressknödeln, Brotzeit, Tiroler Gröstl und Kaischmarrn verwöhnen lassen.

Und für ein bisschen Action und Abwechslung hat die Fahrt im Lauser Sauser gesorgt. Über die Sommerrodelbahn ging es in mehreren Steilkurven rasant nach unten.

Nach der einmaligen Nebelerfahrung hab ich das Skigebiet bis dato so lange nicht besucht. Und das, obwohl das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau so nah an München liegt. Diesmal werde ich bis zum nächsten Besuch nicht wieder so viel Zeit verstreichen lassen. Denn es hat mir richtig gut gefallen.

Lage

Praktische Links

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