Der Schnee staubt, die Sonne scheint, die Berggipfel ringsum sind weiß eingeschneit. Es ist ein Traumtag zum Skifahren. Ich bin am Kitzsteinhorn unterwegs, genieße die Abfahrt über die breiten Gletscherpisten und fahre gefühlt geradewegs auf den Zeller See zu, der weit unter mir im Tal liegt.

Lohnt sich das Skifahren am Kitzsteinhorn?

Das Skigebiet am Kitzsteinhorn ist durch den Gletscher und die Höhenlage eines der schneesichersten in Österreich. Die Skipisten reichen bis auf 3.000 Meter hinauf und die Saison geht im Winter von Oktober bis Mai.

Seit der Skisaison 2019/2020 gibt es außerdem einen gemeinschaftlichen Skiverbund mit dem Nachbarskigebiet. So könnt ihr mit der Alpin Card insgesamt 408 Pistenkilometer verteilt über dem Kitzsteinhorn mit dem Maiskogel, die Schmittenhöhe und den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn nutzen.

Instatipp: Ein besonderes Fotomotiv ist die Aussichtsplattform nach dem Stollen der Nationalpark-Gallery. Hier führt ein Steg ins Nichts. Das schaut nicht nur auf dem Foto gut aus.

Auffahrt zum Gletscherskigebiet mit der neuen K-onnection

Ebenfalls neu ist die neue K-onnection-Seilbahn, die den Maiskogel mit den Gletscherpisten verbindet. Dadurch können wir das Auto in Kaprun stehenlassen und fahren mit der Maiskogelbahn und der neuen K-onnection direkt zum Kitzsteinhorn hinauf.

Die neuen Gondeln sehen futuristisch und modern aus. Nahezu lautlos und sehr ruhig schweben wir über die verschneite Winterlandschaft, die mit jedem Meter hochalpiner wird. Mein Blick gleitet durch die großen Panoramascheiben nach draußen. Die Auffahrt ist sehenswert.

Sehenswert ist auch die Aussicht am höchsten Punkt des Skigebiets auf der Aussichtsplattform Top of Salzburg. Von der 3.029 m hohen Plattform schaue ich geradewegs auf die vergletscherten Bergflanken der Riesen im Nationalpark Hohe Tauern. Bei gutem Wetter könnt ihr sogar den Großglockner sehen und auf der anderen Seite bis zu Watzmann, Dachstein und Wilder Kaiser blicken.

Pistenautobahn und Superpipe

Wir schnallen die Bretter an und ich fahre über die weitläufigen Pistenautobahnen, die sich von oben herunterschlängeln. Breit sind sie. Und griffig. Es macht Spaß, die Breite auszufahren. Aber auch kurze Schwünge sind super.

Dabei sause ich auf ein mega Panorama zu. Weit unter mir im Tal kann ich auf die Hausdächer von Zell am See blicken. Daneben liegt der gleichnamige Zeller See, der blau in der Sonne glitzert.

Am Snowpark halte ich an. Besonders imposant sieht die Superpipe aus. Die gebogenen Wände der Pipe reichen meterhoch nach oben. Ich selbst traue es mir nicht zu, die Steilwände nach oben zu fahren. Dafür treffe ich hier auf Kevin, der gebürtig aus der Gegend kommt und erst ein Wochenende zuvor bei einem Wettkampf zu einem der besten Freeskier Österreichs gekürt worden ist.

Er nimmt Anlauf, lässt die Ski laufen und fährt die Superpipe bis oben hin aus. Dort springt er ab. Immer und immer wieder und landet dabei vorwärts, rückwärts, auf einem Ski … mega sehenswert. Ich fahre im Pflug hinterher und staune.

© Kitzsteinhorn

Abfahrt über die Black Mamba

Nachdem ich mich in der Pipe als Zuschauer habe begeistern lassen, wartet auf mich persönlich noch eine Herausforderung. Zum Alpincenter hinab wartet die steilste Abfahrt des Skigebiets auf geübte Skifahrer. Ich stehe am Einstieg der schwarzen Piste, die Black Mamba heißt.

Einige Skifahrer nehmen die Herausforderung bereits an und haben sich in den Steilhang hinein begeben. Ich mache es ihnen nach. Sooo schlimm ist es gar nicht. Nach ein paar Schwüngen finde ich meinen Rhythmus. Bis zu 63 Prozent Steigung gilt es zu meistern.

Fazit

Ich bin gerne in Gletscherskigebieten unterwegs. Das liegt vor allem an der eindrucksvollen hochalpinen Landschaft. Rund um das Kitzsteinhorn begeistert mich der Blick über die imposanten 3.000er. Aber auch in Richtung Tal gibt es ein schönes Panorama mit dem Zeller See zu bestaunen.

Durch die Verbindung zum Maiskogel wartet außerdem beim Abfahren am Schluss noch eine coole Talabfahrt. Die ist nur mäßig steil, lädt daher zum Carven ein und führt wieder bis ins Dorf Kaprun zurück. Das ist ein schöner Abschluss des Tages.

Lage

Praktische Links

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